

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) besuchte auf Einladung des Landtagsabgeordneten Manuel Hailfinger die Bahnhof Apotheke in Münsingen.
Apothekerin Dr. Melanie Gaub empfing die Ministerin gemeinsam mit ihrem Team. Rund eine Stunde lang ließ sich Warken die Betriebsabläufe und aktuelle Herausforderungen genau schildern. Gaub zeigte die Probleme des Apothekenalltags auf: viel Bürokratie in Form von Dokumentationspflichten und nicht angepasste Vergütung. Sie gab der Ministerin zahlreiche Verbesserungsvorschläge mit und zeichnete das Bild der Apotheke der Zukunft vor Ort. Begeistert war Warken vom automatisierten Warenlager, das Medikamente und andere pharmazeutische Produkte schnell und effizient verwaltet.
Die Ministerin sieht ebenfalls Nachbesserungsbedarf. Apotheken sollen künftig noch besser für die Gesundheitsversorgung genutzt werden und so auch Arztpraxen entlasten. „Durch ihren niedrigschwelligen Zugang sind Apotheken prädestiniert, eine wichtige Rolle im Bereich Prävention einzunehmen“, sagte die Ministerin. So sollen Apotheken etwa einfache diagnostische Tests in der Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen anbieten können. Die Impfmöglichkeiten in den Apotheken werden erweitert und die Durchführung von patientennahen Schnelltests in Apotheken wird ermöglicht. Außerdem soll es Apotheken künftig möglich sein, verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne ärztliche Verordnung abzugeben, etwa bei chronisch kranken Patientinnen und Patienten bei dringendem Bedarf und bekannter Langzeitmedikation. Auch bei einer Reihe von grundsätzlich unkomplizierten Erkrankungen sollen Apotheken eigenverantwortlich bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel abgeben können. „Damit werden Arztpraxen entlastet und es kann eine schnelle Versorgung erfolgen“, betonte Nina Warken.
Am Termin nahm auch Bürgermeister Mike Münzing teil, welcher der Ministerin den Gesundheitsstandort Münsingen vorstellte. Er verwies darauf, dass die drei Münsinger Apotheken in ihrem Einzugsgebiert 50.000 Menschen versorgen.